Klöppel für Grazer ?Liesl?

Edelstahl Rosswag produziert im Sommer 2011 Klöppel für Glocke im achteckigen Glockenturm von 1588

Auch in der „Liesl“ von Graz schlägt bald ein stählerner Taktgeber von Edelstahl Rosswag aus dem badischen Pfinztal: Am 16. August wird im achteckigen Glockenturm von 1588 der neue Klöppel eingebaut. Wilhelm Handl, der für Österreich zuständige Mann bei Rosswag, und Karlheinz Essig, der Glockenbeauftragte des Unternehmens, werden beim Einbau des 230 Kilogramm schweren Klöppels aus dem Spezialstahl RSK 100 dabei sein. Für Rosswag-Geschäftsführer Alexander Essig ist dieses Projekt ein weiterer Schritt in die Alpenrepublik: „Wien haben wir mit der Pummerin und einer Glocke in der Mariahilfer Kirche schon versorgt. In Bregenz hängt einer unserer Klöppel in Sankt Gallus. Und jetzt darf sich die zweitgrößte Stadt Österreichs über einen Unzerbrechlichen aus unserem Haus freuen.“

So einfach läuft der Ersatz eines historischen Klöppels durch einen neuen in der Regel nicht – obwohl der alte unter der Kugel gebrochen war. Aber als das Bundesdenkmalamt in Wien, vertreten durch Magister Gerd Pichler, hörte, dass der Klöppel von Rosswag stammt, europaweit bekannt als der Spezialist für Klöppel in historischen Großglocken, war die Freigabe kein Problem. Die „Liesl“ wurde 1587 in Graz gegossen, hat einen Durchmesser von 197 Zentimeter und wiegt 4,6 Tonnen. Um 7, 12 und 19 Uhr schlägt sie, jeweils genau 101 mal. Die Montage des Klöppels übernimmt die Firma Josef Reicht aus Paldau.

 

 

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