Neues Herz für Dicken Pitter

Am 2. Dezember wurde der neue Klöppel für die Petersglocke im Kölner Dom eingebaut / Medien in Köln und überregionale Zeitungen berichten

Zitat aus der Kölnischen Rundschau: "Mit dem Glockenschlag Punkt zehn setzte sich das Schwergewicht in Bewegung. Scheinbar federleicht hob es vorsichtig vom Boden ab, begleitet nicht von einem Trommelwirbel – der durchaus angemessen gewesen wäre – sondern von absoluter Stille. Mehrere hundert Besucher verfolgten mit Spannung, wie der neue, mit Tannengrün geschmückte Klöppel des 'Decke Pitter' Richtung Glockenturm entschwebte." Und die Kölner BILD schrieb: "Das beste: Die Glockengießerei Rosswag verspricht 1000 Jahre Garantie!" Wobei Recherche offensichtlich nicht zu den Kernkompetenzen der BILD-Zeitung zählt: Glocken haben wir bei Rosswag noch nie gegossen. Die Boulevard-Zeitung EXPRESS, Marktführer in Köln, schrieb, Zitat: "Chef Alexander Essig erzählt: 'Als unsere Leute am 6. Januar hörten, dass der alte Klöppel abgerissen sei, meinten sie gleich, dass wir den neuen schmieden müssten. Das war für alle eine echte Herzensangelegenheit.'"

In der Mediathek des WDR sind folgende Videos zu sehen:
- Video zur Montage des neuen Klöppels zu sehen: Klöppel des Decke Pitter kommt in den Dom
- Video über die Stimmung in Köln: Machtvolles Dröhnen
- Video über die ganze Geschichte seit Januar 2011: Ein Klöppel für die Ewigkeit

Video bei ksta.tv: So hört sich der neue Klöppel an

Zahlreiche Schaulustige versammelten sich am 2. Dezember im westlichen Hauptschiff des Kölner Doms. Sie wollten sehen, wie der 600 Kilogramm schwere und 3,20 Meter lange neue Klöppel an einem Stahlseil durch die Gewölbeöffnung in rund 40 Metern Höhe gezogen wurde: letztes Stück auf einer langen Reise, die im Pfinztal begann: geschmiedet von Edelstahl Rosswag, anschließend von Royal Eijsbouts in Asten (Niederlande) in seine Fassung montiert und von der UTi Deutschland GmbH nach Köln transportiert.

Noch am Boden der riesigen Kirche wurde der Klöppel mit so genannten bronzenen "Anschlagsbellen" versehen, damit am Ende nicht Stahl auf die Bronze der Glocke trifft. „Dann entsteht ein wärmerer Ton“, sagte Dombaumeisterin Professor Barbara Schock-Werner. Das ist allerdings Glaubenssache. Im Kölner Dom aber sind alle Glocken mit solchen bronzenen Anschlagsbellen versehen. Beim Montieren des neuen Klöppels müsse millimetergenau die Mitte der Glocke und die notwendige Höhe getroffen werden, so Schock-Werner, „irgendwie ist die Glocke ja so etwas wie der Herzschlag dieser Stadt“.

Der neue Klöppel soll eine rostige Patina erhalten, damit er besser zur Glocke passt. "Wenn genug Flugrost drauf ist, wird er dann versiegelt", so die Dombaumeisterin. Diese Versiegelung ist auch dringend nötig: "Der Glockenstuhl kann ganz schön feucht werden – bei schnellen Wetterwechseln tropft da das Kondenswasser von den Wänden."

Neben dem neuen Klöppel erhält die Glocke auch einen neuen Glockenantrieb von der Herforder Elektromotorenwerke GmbH. Die Kölner können sich freuen: Während der Montage und Justierung zwischen dem 2. und 7. Dezember wird die Glocke immer wieder angeschlagen, um Befestigung und Ton zu überprüfen. Ganz wichtig: Der Decke Pitter wird zu Weihnachten 2011 wieder läuten.

Weitere Online-Berichte über den Klöppel für den Dicken Pitter über Google News.

Mehr zum Thema siehe die Seite "Der Klöppel für die Petersglocke".

Bericht bei Bild Köln (PDF) Bericht aus dem Kölner Express (PDF) Bericht aus der Kölner Rundschau (Titelseite) (PDF) Bericht aus der Kölner Rundschau (Titelseite) (PDF) Bericht aus dem Kölner Standtanzeiger (Titelseite) (PDF) Bericht aus dem Kölner Standtanzeiger (PDF) Bericht der Rheinischen Post vom 3. Dezember (PDF)

 

 

Zurück